Digital Detox in den Bergen Südtirols – Balance und Entschleunigung im Einklang mit der Natur

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Digital Detox – Auf der Suche nach innerer Balance und Entschleunigung in den Bergen Südtirols

Instagram, Facebook, Blog, 24h Stories, ein Event jagt das nächste. Nicht nur als Blogger verliert man sich häufig in den Fängen der niemals ruhenden Online-Welt. Obwohl ich die zahlreichen Vorteile, die uns die sozialen Medien heutzutage bringen, schätze und mit ihnen sogar meinen Lebensunterhalt bestreite, ab und an kann die permanente Vernetzung, das ständige Teilen des eigenen Lebensalltags und die laufende Kommunikation mit den unterschiedlichsten Personen via Web und digitalen Medien einen auch wirklich auslaugen. Dabei klingt die Lösung des Problems, nämlich sich dieser permanenten Reizüberflutung bewusst zu entziehen, wesentlich einfacher, als sie es ist. Denn soziale- sowie andere Kommunikationsmedien sind bereits ein so fester Bestandteil unseres täglichen Lebens, dass viele von dazu neigen, nicht mehr wirklich zwischen online- und offline-Welt zu unterscheiden. Genau an diesem Punkt beginnen Instagram und Co allerdings zu einem Problem, ja im schlimmsten Fall sogar zu einer Gefahr für unsere Psyche, unser Wohlbefinden und unser Leben zu werden. Vor diesem Hintergrund, hatte ich seit langem das Bedürfnis, mich mal wieder ganz bewusst und aktiv den Fängen der Online-Welt zu entziehen. Gemeinsam mit der Missus machte ich mich auf in die wunderschönen Südtiroler Dolomiten, wo wir uns auf über 1700m Höhe ein Wochenende Digital Detox und Entschleunigung pur gönnten.

Das Hotel – Bergidylle im Rosalpina Dolomites

Als Homebase für unser Digital Detox Experiment hatten wir das wunderschöne Rosalpina Dolomites Berghotel, welches auf der Plose in der nähe von Brixen auf 1770m gelegen ist, ausgesucht. Dieses Schmuckstück von einem Hotel befindet sich wirklich mitten im Nirgendwo, umrandet von Wald und der traumhaften Naturlandschaft Südtirols. Von den Natursuiten des Hotels, von denen auch wir einen für uns hatten, genießt man ebenso wie von der hoteleigenen Terrasse und dem liebevoll angelegten Hotelgarten einen atemberaubenden Ausblick auf die quasi direkt gegenüberliegenden Dolomiten. Was uns sofort bei unserer Ankunft auffiel war die Ruhe rund um das Hotel. Umrandet von Wald und Bergen spürt man im Rosalpina vom ersten Augenblick an entspannende Wirkung der Natur. Von außen präsentiert sich das Hotel als ansehnlicher Holzbau, der bereits im frühen 20. Jahrhundert vom berühmten Architekten Otto Wagner als Luftkurort konzipiert wurde. Sein heutiges Gesicht, wurde dem Hotel durch die Übernahme der erfolgreichen Südtiroler Gastronomenfamilie Hinteregger gegeben. So trifft nun traditionelles Design auf moderne Elemente, wobei das gesamte Hotel in einem außergewöhnlich guten und neuen Zustand ist. Man findet im Rosalpina also Purität der Natur und luxuriöse Komfortagilität zugleich. Neben dem einzigartigen Panoramablick bietet das Hotel seinen Gästen einen SPA Bereich mit Wellnessangeboten von Heilbädern über Heubetten bis hin zu Massagen, sowie ein wirklich grandioses Hotelrestaurant in dem jeder Abend ein kulinarischer Hochgenuss ist.

Das Auto – Im SQ2 von der Stadt auf den Berg

Dass das ganze Wochenende so angenehm und reibungslos verlaufen ist, verdanken wir natürlich auch unseren Freunden von Audi, die uns für die An- und Abreise einen Audi SQ2 zur Verfügung gestellt hatten. Der Audi SQ2 verbindet auf charmante Art und Weise Sportlichkeit und Eleganz sowie praktische Kompaktheit mit dem Fahrtgefühl eines SUV. Dadurch war der SQ2 auch wirklich wie geschaffen für unsere Reise von der städtischen Umgebung in Wien bis hin in die Berge Südtirols. So machte sogar die jeweils sechs-stündige Hin- und Retourfahrt richtig Spaß.

Eine Wochenende Digital Detox – Unsere Eindrücke und Erfahrungen

Für unser Wochenende im Rosalpina Dolomites hatten wir uns zum einen das gemeinsame Ziel gesetzt, zur Gänze auf jegliche sozialen Medien, sowie Internet und Kurznachrichtendienste zu verzichten. Mit anderen Worten, Handy und Laptop waren Tabu. Nach unserer Ankunft wurden die Handys aus- bzw in den Flugmodus geschalten und erst als wir bei der Heimreise wieder zurück in Österreich waren, wieder in Betrieb genommen. Auch telefonisch waren wir für das Wochenende nicht erreichbar.

Nachdem ich es gewohnt bin, mein Smartphone quasi rund um die Uhr bei mir zu tragen und dabei auch regelmäßig Instagram, Facebook, What’s App und andere Dienste zu konsumieren, war das komplette beiseite Legen meines Telefons zunächst einmal sehr ungewohnt. Hinzu kommt, dass ich eigentlich auch die meisten Nachrichten und Informationen üblicherweise über mein Handy konsumiere. So ertappte ich mich zu Beginn unseres Digital Detox Wochenendes immer wieder dabei, unterbewusst nach meinem Smartphone greifen zu wollen. Besonders, wenn man mal kurz alleine war oder gerade nichts zu tun hatte, drängte mein Unterbewusstsein immer wieder in Richtung Blick aufs Handy. Ich widersetzte mich dem jedoch erfolgreich und kam so in den Genuss endlich wieder mal Zeit zu haben einfach nichts zu tun, meinem Gehirn keine konkrete Aufgabe zu geben und die Seele einfach baumeln lassen zu können. Schnell merkte ich, wie sich in mir dadurch auch die Anspannung begann zu lösen. Interessant fand ich auch, dass mir in den Tagen am Berg eigentlich die sozialen Medien am allerwenigsten fehlten. Schwerer viel es mir, nicht mehrmals täglich die tagesaktuellen Nachrichten und – ja ich weiß es klingt lächerlich – Sportnews abzurufen. Aber auch damit lernt man schnell umzugehen. Alles in allem spürte ich, wie erhofft, tatsächlich einen entschleunigenden und entspannenden Effekt. Ich konnte mich wieder einmal nicht zielgerichteten Gedanken widmen, abschalten und ganz der Schönheit des Seins umgeben von der traumhaften Natur des Südtiroler Berglands hingeben.

Smartphone weg, Laptop weg, Internet weg – Was stattdessen in den zwei Tagen am Berg erlebten 

Ein weiterer Grund, warum wir für unser Digital Detox Experiment, Südtirol und die Berge ausgewählt hatten, war, dass uns dort auch ganz ohne soziale Medien und Internet eine Vielzahl an Aktivitäten zur Verfügung stand. Südtirol ist ja bekannt für sein vielseitiges regionales Angebot, die starke Verbindung zur Natur sowie seine sympathische Kombination des Traditionellen mit dem Modernen. So nutzten wir die viele durch den Social Media und Internetverzicht frei gewordene Zeit für diverse Tätigkeiten. Das absolute Highlight war definitiv unsere geführte Sonnenaufgangswanderung auf den Gabler. Zugegebenermaßen hatte ich gehörige Zweifel, ob das so eine gute Idee war, als der Wecker um 03:20 zur „Tagwache“ läutete und wir uns noch mehr oder weniger im Halbschlaf auf den Weg mit unserem Bergführer machten. Nicht ganz zwei Stunden später war klar, das frühe Aufstehen hatte sich nicht nur gelohnt, es war die vermutlich beste Idee seit langem. Gemeinsam mit unserem Bergführer waren wir die einzigen Personen am Gipfel des Gablers. Als dann schließlich die Sonne aufging und mit ihren Strahlen die umliegenden Bergspitzen quasi im Minutentakt neu einfärbte, waren wir wirklich sprachlos. Das sind genau die Erlebnisse, die einem in Erinnerung bleiben, von denen man noch Wochen und Monate zehren kann. So sehr ich das städtische Leben schätze und liebe, brauche ich immer wieder diese Ausflüge in die Natur bei denen mir die Schönheit unseres Planeten mal wieder so richtig bewusst wird. Wirklich ein herausragendes Erlebnis, das ich jedem nur weiterempfehlen kann. Übrigens waren wir bereits vor Sieben Uhr am Morgen wieder zurück im Hotel und konnten so vor dem wohlverdienten Frühstück auf der Panoramaterrasse sogar noch ein kleines Nickerchen einlegen.

Danach verbrachten wir den Tag im Garten des Hotels, lasen ein wenig und ließen die Gedanken schweifen. Am Nachmittag gönnten wir uns schließlich noch ein entspannendes Rosenbad mit anschließendem Auskühlen im Heubett. Vor dem Abendessen fuhren wir dann noch kurz hinunter ins Tal in das nette kleine Städtchen Brixen, wo wir noch etwas durch die Gassen bummelten. Den Tag ließen wir schließlich bei einem deliziösen mehrgängigen Abendessen im Hotelrestaurant ausklingen, welches wir mit einem kleinen Absackerdrink am Lagerfeuer abrundeten.

Tag zwei in unseres Digital Detox Wochenendes begann dann ebenso entspannt, wie der letzte aufgehört hatte. Zunächst widmeten wir uns bei strahlendem Sonnenschein einem ausgiebigen Frühstück auf der Panoramaterrasse, bevor wir uns zur zweiten und letzten Wanderung an diesem Wochenende aufmachten. Dabei ging es für uns zur ebenso für ihre kulinarischen Hochgenüsse bekannten Schatzurhütte. Als wir am Nachmittag schließlich von unserer Wanderung zurückkehrten, waren wir dann direkt etwas traurig, dass das Wochenende bereits vorbei war. Zu gut hatte uns die Ruhe und vor allem die Nähe zur Natur getan. Vor allem aber wurde uns bewusst, wie wichtig es zwischendurch auch ist, einmal auf Handy, Internet und digitale Reizüberflutung zu verzichten. 

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